Palm investiert

Das Aalener Familienunternehmen Palm investiert umfassend in den Standort Neukochen und macht ihn fit für die Zukunft.

Die Investition in eine neue Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren ist eingebettet in ein umfassendes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt.

Wolfgang Palm Dr. Wolfgang Palm Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG
Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG

Palm Wappen

Liebe Bürgerinnen und Bürger Unterkochens,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
liebe Kunden und Geschäftspartner,
sehr geehrte Damen und Herren, 

herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Projekt Papiermaschine 5 (PM 5), einer neuen Papierfabrik in unserem Stammwerk Neukochen. Hier hat mein Urgroßvater Adolf Palm 1872 die Papierproduktion mit einer gebrauchten Papiermaschine in bescheidenen Verhältnissen begonnen. 

Inzwischen wurden 5 weitere Papiermaschinen errichtet, von denen heute noch 3 betrieben werden, um unsere Kunden zuverlässig zu versorgen.

Ich bin mitten im Betriebsgelände aufgewachsen und habe dabei ein besonders enges Verhältnis zur Produktion und zu den Beschäftigten entwickelt.

Die Papierfabrik in Neukochen ist die Keimzelle unseres Unternehmens. Sie ist bis heute auch der Sitz der zentralen Führung unseres inzwischen gewachsenen Unternehmens.

In den 146 Jahren des Betriebs der Papierfabrik in Neukochen hatten Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze und eine deutlich über den Tarifen liegende Bezahlung. Sie haben mit ihrem engagierten Einsatz ein leistungsfähiges und wettbewerb­sfähiges Werk geschaffen.

Der Betrieb sichert die Existenz der Familien unserer 300 Beschäftigten. Auch viele indirekte Arbeitsplätze unserer Partnerbetriebe in der direkten Umgebung erhalten durch das Werk eine laufende gesicherte Beschäftigung.

Inzwischen sind unsere 3 Papiermaschinen in ein Alter gekommen, wo ein Ersatz technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, um wieder im europäischen Markt wettbewerbs­fähig zu sein.

In mehreren Stufen ersetzen wir die alten Papiermaschinen durch eine einzige hoch­moderne Anlage. Sie wird die Produktionsmenge des Werkes verdoppeln und Wellpappenrohpapier für die Herstellung von Wellpappekartons (z. B. für den Internethandel) herstellen. Wir investieren in die Zukunft des Werkes 500 Millionen Euro.

Das in den Jahren 2019 – 2022 durchgeführte Projekt wird schlussendlich zu einem vollständigen Rückbau des bestehenden Werkes führen. Die neue Papiermaschine mit neuen Gebäuden, einer neuen Kläranlage sowie einem neuen Kraftwerk wird unserem motivierten Team wieder sichere und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze für mindestens die nächsten 50 Jahre bieten.

Die vollständig neue Papierfabrik wird nach den neuesten technologischen Erkenntnissen errichtet. Alle Gesetze und Vorschriften werden nicht nur eingehalten, sondern in den meisten Fällen deutlich übererfüllt.

Unsere Kunden werden wir mit exzellenten Produkten im niedrigen Flächen­gewichts­bereich von der PM 5 sicher und zuverlässig versorgen. Das Papier wird ausgezeichnete Laufeigenschaften auf jeder Wellpappenanlage haben und eignet sich besonders zur weiteren Gewichtsreduzierung und damit zur Verpackungseinsparung.

Mit cleveren technischen Lösungen haben wir in mehrjähriger intensiver Arbeit ein Design erstellt, das den besonderen Bedürfnissen im engen Kochertal gerecht wird. Die Belastungen der neuen Papierfabrik werden trotz der Produktionserhöhung deutlich niedriger sein als die der bestehenden Altanlage. Wir haben zusammen mit den besten Fachleuten auf ihrem Gebiet ausgeklügelte Konzepte für ein integriertes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt entwickelt.

Unsere Investition sichert den Produktionsstandort Neukochen auf Dauer und hat eine wesentliche Ausstrahlung auf viele Gewerbeunternehmen im näheren Umkreis. Ich bin Ihnen dankbar für Ihre Unterstützung, unser Traditionswerk in Neukochen fit für die Zukunft zu machen.

Ich werde alles dafür tun, dass auch künftige Generationen von unserer Weiter­entwicklung und unserem nachhaltigen Wirtschaften profitieren.

Herzlichst,

Wolfgang Palm

 

 

 

Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG

 

 

Wie möchte Palm das Werk zukunfts- und wettbewerbsfähig gestalten?

Durch moderne, leistungsfähige Papiermaschinen gewinnt das Werk seine Wettbewerbsfähigkeit zurück. Die Investition in eine Papiermaschine ist eine langfristige Investition. Moderne, hochleis-tungsfähige Papiermaschinen verfügen über eine deutlich höhere Produktionskapazität. Sie passt sich den heutigen und kommenden Anforderungen unserer Kunden an. Das Investitionsvorhaben ist wirtschaftlicher. Es ist aber auch rohstoff- und energieeffizient.

12 gute Gründe

Die nachfolgenden 12 Fragen und Antworten geben im Wesentlichen Auskunft über das Investitionsvorhaben und erläutern es. 

 

 

Warum investiert Palm am Standort Neukochen 500 Millionen Euro?

Das Familienunternehmen Palm macht das Stammwerk in Aalen fit für die Zukunft. Drei veraltete Papiermaschinen werden sukzessive ersetzt durch eine neue Papiermaschine zur Herstellung von zukunftsträchtigem Wellpappenrohpapier.

Was umfasst die Investition?

Neben der Investition in eine neue Papiermaschine werden auch neue Hallen, Lager, eine neue biologische Kläranlage, Wege und Zufahrtsstraßen neu konzipiert. Die Investition ist eingebettet in ein integriertes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt, das den Standort zukunftsfähig macht.

Wie viele Arbeitsplätze werden dadurch über mehrere Generationen gesichert?

Durch die Investition wird den rund 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive gegeben. Palm steht aber auch bei 15 Auszu bildenden sowie Mitarbeitern, die sich weiterbilden lassen, im Wort.

Ferner werden Arbeitsplätze bei den Lieferantenunternehmen innerhalb und außerhalb der Region gesichert.

Wie möchte Palm das Werk zukunfts- und wettbewerbsfähig gestalten?

Durch moderne, leistungsfähige Maschinentechnik gewinnt das Werk seine Wettbewerbsfähigkeit zurück. Die Investition in eine neue Papiermaschine zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren ist eine langfristige Investition.

Moderne, hochleistungsfähige Papiermaschinen verfügen über eine deutlich höhere Produktionskapazität. Sie passt sich den heutigen und kommenden Anforderungen unserer Kunden an. Die Investition macht das Werk wettbewerbsfähig. Sie ist aber auch rohstoff- und energieeffizient.

Neben der Neuinvestition in die Papiermaschine 5 werden auch die Gebäude, die Lagerstätten, die Anlagen in der Peripherie, das Kraftwerk und die Kläranlage neu konzipiert.

Wie profitiert die Umwelt von diesem Vorhaben?

Als Familienunternehmen denkt und handelt Palm langfristig. Das Unternehmen produziert ausschließlich nachhaltig zu 100 Prozent auf Recyclingbasis. Palm tritt ganzheitlich für ein nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wachstum ein. Durch den Einsatz der neuesten Umwelttechnologie wird dem Bedürfnis nach einem umweltverträglichen Wirtschaften Rechnung getragen. Die Investition ermöglicht aber auch eine bessere Wasser- und Energieeffizienz. Sie bedeutet ferner eine Verbesserung der Geräusch- und der Geruchssituation.

Umweltverträglichkeitsstudie

Wie begegnet Palm einem möglicherweise höheren Verkehrsaufkommen während und nach der Bauphase?

Ein höheres Verkehrsaufkommen wird im Rahmen eines intelligenten Verkehrskonzepts von der Aalener Straße in Unterkochen auf die B 19 hin verlagert. Das hat zur Folge, dass die Palm bedienenden Lkws zum gesamten Verkehrsaufkommen nach eigenen Berechnungen hierzu unter ein Prozent beitragen.

Wie verbessert sich die Geräuschsituation?

Wesentliche bauliche und technologische Neuerungen kommen bei dieser Investition erstmalig zum Einsatz. Das neue Papiermaschinengebäude wird komplett aus Stahlbeton erstellt. Es wird damit leiser sein als die bisherigen Hallen. Darüber hinaus fungiert es auch als „Lärmschutzriegel“ für die B 19: Es vermindert den Straßenlärm, der in Unterkochen ankommt, spürbar.

Zur Trocknung der Papierbahnen benötigt man Wasserdampf. Wasserdampf ist nicht gesundheitsbeeinträchtigend. Er ist aber momentan in der Tallage optisch sichtbar. Gibt es in diesem Punkt auch innovative Lösungen?

Palm hat mit dem Heidenheimer Unternehmen Voith ein innovatives Konzept entwickelt, wonach der bei der Papierproduktion anfallende Wasserdampf nicht mehr zu sehen ist. Das ist eine Weltneuheit.

Wie setzt Palm neue Maßstäbe beim Energieverbrauch?

Im neuen Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung arbeitet, kommt eine innovative Gasturbine zum Einsatz. Sie ermöglicht einen Nutzungsgrad von 90 Prozent.

Was bedeutet das für die Energie- und für die Versorgungssicherheit?

Mit den Stromüberschüssen kann Aalen komplett versorgt werden.

Das neue Kraftwerk bei Palm wird mit vielen technologischen Neuerungen ausgestattet sein. Sie erlauben es, extrem flexibel auf die immer stärkeren Schwankungen im Stromnetz zu reagieren. Dieses innovative Energiekonzept fungiert somit als idealer Puffer für Strom aus erneuerbaren Energien (Wind und Sonne) und konventioneller Energieerzeugung. Die sichere Versorgung Aalens und Palms sind somit auch in der Zukunft gewährleistet.

Warum soll parallel zur laufenden Produktion das neue Werk entstehen?

Die Papierproduktion findet rund um die Uhr im 5-Schichtbetrieb statt. Das aktuelle Werk ist mit seiner Fertigung an Kundenzusagen gebunden. Es versorgt darüber hinaus noch eine beträchtliche Anzahl von Betrieben, die zur Palm-Gruppe gehören. Darauf kann ökonomisch und logistisch nicht verzichtet werden. Ferner steht Palm bei den vorhandenen rund 300 Beschäftigten am Standort Neukochen im Wort, dass die Arbeitsplätze gesichert werden.

Palm möchte nicht auf die Expertise und auf die Erfahrung seiner hoch qualifizierten Arbeitskräfte verzichten.

Wer profitiert insgesamt am meisten davon, dass das Werk fit für die Zukunft gemacht wird?

Von der 500-Millionen-Euro Investition profitieren alle: Das Familienunternehmen Palm. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk. Die Beschäftigten bei regionalen Partnerbetrieben. Die Auszubildenden und die Umschüler. Die Bewohner Unterkochens. Die Nachbarn. Die gesamte Region.

Was umfasst die Palm-Gruppe?

Die Papierfabrik Palm ist ein Familienunternehmen, das 1872 in Aalen gegründet wurde. Es befindet sich in der vierten Generation im Familienbesitz der Familie Dr. Wolfgang Palm. Palm fertigt jährlich rund 1 Million Tonnen Papiere für Verpackungszwecke (Wellpappenrohpapiere) und rund 1 Million Tonnen Zeitungsdruckpapiere. In fünf Papierfabriken und 26 Wellpappenwerken sind 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Darunter befinden sich aktuell 190 Auszubildende europaweit. Der Jahresumsatz betrug 2018 insgesamt 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen zählt zu den Marktführern in seinen Märkten und wird auch in der Zukunft nachhaltig wachsen. Palm setzt traditionell ausschließlich Altpapier für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren und Zeitungsdruckpapieren ein.

Medien

Wir stellen Ihnen hier einen Auszug aus unseren Pressemitteilungen zur Verfügung.

Übersicht

Pressemitteilung, Aalen 7.6.2019

1. Spatenstich für das neue Werk in Aalen Neukochen

Das Aalener Familienunternehmen Palm tätigt heute im Beisein von Vertretern aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Unternehmen den 1. Spatenstich für den Neubau seines Werks in Aalen Neukochen. Das Herzstück der 500-Millionen-Euro-Investition in ein neues Werk ist eine neue Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren, die für nachhaltige Verpackungen verwendet werden. Die Investition ist eingebettet in ein innovatives und zukunftsorientiertes Werksneubau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt.

Die neue Papierfabrik wird in den Jahren 2019 bis 2022 entstehen. Das Vorhaben wird zu einem vollständigen Rückbau des bestehenden Werkes führen. Durch die Investitionen wird den 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive im Traditionswerk gegeben. Dr. Wolfgang Palm sagt anlässlich des Spartenstichs für das neue Werk: „In Zeiten rückläufigen Wachstums und abnehmender Beschäftigung in vielen Bereichen in Deutschland bekennen wir uns mit dieser Investition klar zum Standort. Wir sorgen auch langfristig für Arbeit und Beschäftigung ganzer Generationen. Bei den Baumaßnahmen werden lokale Unternehmen mit der Durchführung bevorzugt.“

Dr. Wolfgang Palm, Geschäftsführer der Papierfabrik Palm führt ferner aus: „Unsere Investition in Höhe von 500 Millionen € gehört zu den größten jemals getätigten Investitionen im Ostalbkreis. Wir setzen die neuesten Technologien ein. Sämtliche Anforderungen in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Architektur und Verkehrsinfrastruktur werden, wo immer möglich, übererfüllt. Dadurch setzen wir Maßstäbe und werden auch langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Wir werden unsere Kunden mit zukunftsfähigen Verpackungspapieren zuverlässig versorgen. Unsere Papiere, die ausgezeichnete Laufeigenschaften für jede Wellpappenanlage besitzen, zählen weltweit zu den Besten ihrer Art. Sie reduzieren das Gewicht und sparen Verpackungen ein. Damit sind wir schon heute Trendsetter zukünftiger Entwicklungen.“

Verkehrs- und Geräuschsituation abgemildert

Das Verkehrskonzept des Unternehmens sieht vor, dass ein höheres Verkehrsaufkommen, bedingt durch eine größere Fertigungsmenge, von der Aalener Straße auf die B 19 hin verlagert wird. Ferner wird der LKW-Verkehr innerhalb des Betriebsgeländes in den nördlichen Teil verlagert. Die Papierfabrik wird entlang der B 19 einen „Riegel“ darstellen, der die Geräuschentwicklung zum gegenüberliegenden Hang abmildern wird. Die Fabrik selbst wird komplett in Stahlbeton gebaut. Mit Hilfe dieser Schallschutzfunktion wird sie leiser sein als die bestehende Alt-Anlage.

Investitionen in die Nachhaltigkeit

Palm setzt traditionell ausschließlich Recyclingfasern, die aus Altpapier stammen, zur Papierproduktion ein. Der Wasserverbrauch pro Tonne Papier wird durch die neue Anlage halbiert. Obwohl sich die Produktionsmenge verdoppelt, wird die gleiche Menge an Wasser wie bisher für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren verwendet. Die nach neuesten Technologien ausgelegte neue Kläranlage wird deutlich leiser sein und den doppelten Abbau ermöglichen. Das Abwasser wird so sauber wie bisher in den Kocher geleitet, in einigen Parametern wird es sogar nochmals besser.

Ein neues Kraftwerk wird nach dem energieeffizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung funktionieren. Es wird aus einer hochmodernen Gasturbine bestehen, die einen Energienutzungsgrad von 90 Prozent bewirkt. Damit werden Dampf und Strom produziert. Beides wird zum Betreiben der Papierfabrik benötigt. Das Kraftwerk kann sogar die ganze Stadt Aalen mit Stromüberschüssen versorgen. Die Gasturbine ist aufgrund ihrer Flexibilität der ideale Partner für die erneuerbaren Energien. Sie kann Schwankungen der erneuerbaren Energien umweltfreundlich abfedern.

Die Palm Ingenieure haben eine technische Konzeption entwickelt, durch die der Wasserdampf der Papierfabrik nicht mehr sichtbar sein wird. Diese Innovation wird weltweit erstmals angewandt und setzt neue Maßstäbe in der Umweltfreundlichkeit von Papierfabriken.

Nachhaltige Architektur

Das Papiermaschinengebäude wird knapp 30 Meter hoch. Es „verschwindet“ allerdings optisch weitgehend am Hang. Daher ist das Gebäude von der Bundesstraße nur zur Hälfte sichtbar. Ein automatisches Fertigwarenlager, das geräuscharm mit Kränen betrieben wird, konnte möglichst weit weg von der in Unterkochen viel befahrenen Aalener Straße konzipiert werden. Vor der Halle wird ein Erdwall mit einer Höhe von sechs Metern errichtet. Auf ihn werden hohe Bäume gepflanzt, die zu einer weiteren optischen Abdeckung führen und sich harmonisch in das Landschaftsbild integriert.

Die Farbgebung der Halle wurde so gewählt, dass sie visuell fast in den Himmel „verschwindet“. Aufgrund von großflächigen Fenstern fügt sich der Teil der Halle, der am weitesten ins Tal hineinragt, harmonisch und transparent in die Landschaft ein. Das Dach wird vollständig begrünt, so dass sich auch eine angenehme Sicht von oben ergibt.

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Pressemitteilung, Aalen 27.5.2019

Palm kann bauen

Die Papierfabrik Palm kann mit dem Bau von wesentlichen Teilen der geplanten neuen Papierfabrik in Aalen-Neukochen starten. Das Aalener Familienunternehmen Palm hatte beim Regierungspräsidium Stuttgart eine Interimsgenehmigung beantragt. Sie wurde vom RP Stuttgart am 23. Mai 2019 erteilt. Baubeginn ist am Montag, den 3. Juni 2019. Palm möchte am Standort Aalen-Neukochen 500 Mio. Euro in eine neue Papierfabrik zur Herstellung von Verpackungspapieren investieren. Die neue Papierfabrik wird in den Jahren 2019 bis 2022 entstehen. Sie wird besonders energieeffizient und nachhaltig zu-kunftsfähige Verpackungspapiere herstellen und am Stammsitz Arbeitsplätze langfristig sichern.

Die jetzt vom Regierungspräsidium Stuttgart erlassene Interimsgenehmigung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Kläranlage und auf den Rohbau der Papiermaschinenhalle. Dazu gehören auch das Kraftwerk und die Stoffaufbereitung, die zusammen mit dem Papiermaschinengebäude einen zusammenhängenden Komplex bilden. Die selbständigen Baukörper des Rollenlagers und des Rohstofflagers sind momentan von dieser Genehmigung ausdrücklich ausgenommen.

Palm hat darüber hinaus die komplette Genehmigung zum Erstellen der PKW- und der LKW-Parkplätze erhalten. Ihre Neukonzeption wird die innerbetriebliche Logistik verbessern und zu einer spürbaren Entlastung des Durchgangsverkehrs in Aalen-Unterkochen sorgen. In der Genehmigung enthalten ist auch der Neubau eines Pförtnerhauses am Eingang zum Betriebsareal.

Palm hat sich zum Ziel gesetzt, Aufträge bevorzugt an regionale Unternehmen zu vergeben. Dadurch sorgt Palm auch bei Lieferunternehmen in der Region für Arbeit und für Beschäftigung. Den Bau der Kläranlage wird die Firma Traub aus Ebnat allein durchführen. Mit den Arbeiten für ein neues Wasserentnahmebauwerk hat sie im Rahmen einer gesonderten Genehmigung bereits vorab begonnen, was am 1. Baukran von außen sichtbar ist. Für alle anderen Rohbauarbeiten einschließlich der umfangreichen Betonfertigteile ging der Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft Traub aus Ebnat und Glass aus Mindelheim bei Memmingen. Die Firma Glass bringt spezielles Know-how bei der Errichtung von technisch komplizierten Papiermaschinenhallen mit. Sie hat dies auch bei der Errichtung der letzten Palm Papiermaschine in England bewiesen.

Den Auftrag für den Bau der LKW- und PKW-Parkplätze hat die alt eingesessene Aalener Baufirma Rossaro erhalten. Dr. Wolfgang Palm sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir vor Ort auf so kompetente Unternehmen zurückgreifen können, die für uns die wesentlichen Arbeiten durchführen werden. Dadurch bleiben auch große Summen der Investition in der Region. Sie beleben die hiesige Wirtschaft und das Handwerk gerade in einer Phase eines sich abzeichnenden wirtschaftlichen Abschwungs“.

Dr. Wolfgang Palm fasst zusammen: „Die Baumaßnahmen werden in allen Bereichen unverzüglich beginnen. Zwar liegen wir in unserem Zeitplan einige Wochen zurück. Wir werden dies aber problemlos durch entsprechende Anstrengungen und Beschleunigungen wieder aufholen. Der von uns geplante Zeitpunkt der Inbetriebnahme bleibt daher unverändert“.

Die sorgfältige Prüfung und Abwägung der Genehmigungsverfahren durch das Regierungspräsidium Stuttgart wird noch einige Monate in Anspruch nehmen. Das RP hat die endgültigen Genehmigungen für September 2019 in Aussicht gestellt. Sie werden dann die vollständige Errichtung (komplette Baugenehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz), sowie den Betrieb der neuen Anlagen (Betriebserlaubnis) inkl. der wasserrechtlichen Genehmigungen umfassen.

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Pressemitteilung, Aalen 26.4.2019

Arbeiten an der B19

In den nächsten drei Jahren baut die Papierfabrik Palm eine hoch moderne und umweltfreundliche neue Papierfabrik am Stammsitz in Neukochen. Die wesentlichen Gebäude werden entlang der Bundesstraße B19 errichtet. Bis zu neun Baukräne werden für die umfangreichen Arbeiten direkt an der viel befahrenen Straße eingesetzt.

Zum Schutz der Bauhandwerker werden jetzt die Leitplanken an der B19 zur Talseite hin ertüchtigt und ergänzt. Auf der gesamten Länge des Betriebsgeländes Palm wird die höchste bauliche Schutzstufe realisiert. Damit steigt auch die Verkehrssicherheit für die Fahrzeuge auf der B19 deutlich an. Die Kosten der Maßnahme werden in vollem Umfang von Palm getragen.

Die umfangreichen Arbeiten hierzu werden am Montag, den 29. April 2019 beginnen. Sie werden voraussichtlich zwei Wochen dauern. Die Fertigstellung ist für Freitag, den 10. Mai 2019 vorgesehen.

Um die Sicherheit für die Arbeiter an den Leitplanken zu gewährleisten, ist eine halbseitige Sperrung der B19 mittels einer Ampelregelung vorgesehen. Palm möchte sich bei allen Verkehrsteilnehmern sehr herzlich für die Verzögerung in der genannten Zeit entschuldigen. Auch bittet die Papierfabrik Palm um das Verständnis der Bevölkerung in Unterkochen, dass es dadurch zu einem höheren Verkehrsaufkommen des Ausweichverkehrs in dieser Zeit durch den Ort kommen kann.

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Pressemittelung, Aalen 26.3.2019

Palm stärkt Nachhaltigkeit

Das Aalener Familienunternehmen Palm wird noch nachhaltiger: So plant Palm im Rahmen seiner 500-Millionen-Euro-Investition am Standort Neukochen den Bau eines zusätzlichen Lärmschutzwalls. Er soll vor der eingehausten LKW-Beladung angebracht werden um die Geräusche der ein- und ausrangierenden LKW zu dämmen.

Den Grundstein für diese Investition bildet die Nachhaltigkeitsstrategie der Aalener Unternehmerfamilie Palm. Im Rahmen des Neubauvorhabens der Papiermaschine 5 (PM 5) für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren in Neukochen investiert das Unternehmen umfassend in ein nachhaltiges Werksneubau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt. Palm möchte erreichen, dass sich die Umweltbilanz, trotz einer höheren Kapazität, insgesamt verbessert. Das Unternehmen setzt traditionell ausschließlich Recyclingfasern, die aus Altpapier stammen, zur Papierproduktion ein. Mit dem Bau einer neuen Papierfabrik, die umweltschonende Verpackungspapiere herstellen wird, hat Palm die Weichen für die Zukunft gestellt.

Geräuschsituation wird weiter abgemildert

Die neue Papierfabrik wird leiser und umweltfreundlicher als die bestehende werden. Der Verkehr findet weitgehend im nördlichen Betriebsteil statt. Er ist weit weg von den Nachbarn und Anwohnern. Ein höheres Verkehrsaufkommen, das durch eine größere Fertigungsmenge bedingt ist, kann von der Aalener Straße auf die B19 verlagert werden. Die Papierfabrik wird entlang der B 19 einen „Riegel“ darstellen. Er mildert die Geräuschentwicklung zum gegenüberliegenden Hang ab. Die Papiermaschinenhalle selbst wird inklusive des Daches komplett in Stahlbeton gebaut. Mit Hilfe dieser Schallschutzfunktion wird sie leiser sein, als die bestehende Alt-Anlage.

Im neuen Betrieb werden Klärschlämme in einem Bunker gelagert, der gekapselt ist. Der Beladevorgang der LKWs, die die Schlämme transportieren, wird in einer geschlossenen Halle und nicht mehr wie bisher im Freien stattfinden. Die nach neuesten Technologien ausgelegte neue Kläranlage wird leiser sein als die bisherige.

Dr. Wolfgang Palm, Geschäftsführer der Papierfabrik Palm sagt: „Nachhaltiges Denken und Handeln gehört zu den Maximen unseres Unternehmens. Nachhaltigkeit bedeutet für uns aber auch den Erhalt des Standorts und die Sicherung von Arbeitsplätzen auf Generationen. Wir haben bei unseren Planungen für die neue Papierfabrik erhebliche Mehrkosten für nachhaltige Investitionen freiwillig auf uns genommen. Dabei wäre auch bereits das ursprüngliche Konzept genehmigungsfähig gewesen.“

Wolfgang Palm weiter: „Wir sind darüber irritiert, dass offenbar einige wenige offensichtlich aus egoistischen Motiven heraus Widerspruch gegen unser Neubauvorhaben eingelegt haben, trotz umfassender Gespräche und vieler Kompromisse. Die Widersprüche halten einer Überprüfung durch Sachverständige nicht stand. Wir erfahren viel Zuspruch durch die Bürgerinnen und Bürger Unterkochens. Das stärkt uns in unserem stetigen Bemühen durch Investitionen an unserem Traditionsstandort Ökologie und Ökonomie harmonisch in Einklang zu bringen.“

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Pressemitteilung, Aalen 26.2.2019

Teil-Rückbau des Altwerkes gestartet

Das Aalener Familienunternehmen Palm hat mit den ersten vorbereitenden Arbeiten für den kompletten Neubau der Papierfabrik in Neukochen begonnen. Um Platz für die Baustelle zu schaffen, starten jetzt die ersten Arbeiten für den Rückbau des Altwerkes.

Mit einem erheblichen Aufwand hat Palm im Herbst 2018 die Stoffaufbereitung der Papiermaschine 2 (PM 2) an die Papiermaschine 4/5 (PM 4/5) verlegt. Die auf dem bisherigen Betriebsgelände befindlichen Werkstätten und das Magazin sind inzwischen in einen leerstehenden Hallentrakt umgezogen. Das „Heiligtum“ Kantine wurde aus planerischen Gründen stillgelegt. Dr. Wolfgang Palm weiter: „Die Freude über die kommende neue Papiermaschine ist bei unseren Beschäftigten größer, als der Schmerz über den Verlust der Kantine“.

Der Rückbau umfasst alle südlichen Gebäude, die in den Jahren 1921, 1956, 1962 und 1983 errichtet wurden. Darunter befindet sich auch das Elternhaus von Dr. Wolfgang Palm. Der entsprechende Auftrag wurde an ein Unternehmen aus der Region erteilt.

Nachhaltiges Denken und Handeln gehört traditionell zu den Maximen der Unternehmensgruppe Palm. Im Fall des Teil-Rückbaus des Altwerkes bedeutet das unter anderem, dass der Betonabbruch der nicht mehr benötigten alten Gebäudeteile vor Ort recycelt und als Schottermaterial direkt wieder eingebaut wird. Bei diesen Arbeiten lassen sich leider temporäre Lärmbeeinträchtigungen nicht vermeiden. Palm bittet bereits jetzt die AnwohnerInnen um Nachsicht für die nicht zu vermeidenden Geräusche beim Abbruch sowie beim Recycling des Abbruchs. Um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird ein besonders lärmgedämmter Schredder eingesetzt, der leiser als ein Bagger ist. Es ist davon auszugehen, dass die Abbruch-arbeiten in 2019 einschließlich des Recyclings voraussichtlich bis Juni dauern werden.

Altpapier-Kleinannahme wird eingestellt

Bei Palm konnten bisher Kleinmengen an Altpapier von Privatpersonen und Gewerbetreibenden angeliefert werden. Auch diese Mengen flossen in den Altpapierkreislauf für die Herstellung von Verpackungspapieren ein. Leider entfällt die dafür notwendige Infrastruktur durch die vorbereitenden Baumaßnahmen. Es können daher keine Kleinmengen an Altpapier mehr angenommen werden. Die Papierfabrik Palm bittet die Bevölkerung für diese Entscheidung um Verständnis. Palm weist darauf hin, dass für die Altpapierentsorgung unverändert die Wertstoffhöfe der GOA zur Verfügung stehen. Auch die blauen Tonnen der GOA können kostenlos und bequem genutzt werden.

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Pressemitteilung, Aalen 7.2.2019

Palm baut neue Erdgasleitung

Das Aalener Familienunternehmen Palm hat mit den ersten, vorbereitenden Arbeiten zum Bau der neuen Papierfabrik an ihrem Stammsitz in Neukochen begonnen. Die erste größere Maßnahme ist der Bau einer neuen Erdgasleitung.

Die bisherige Erdgasleitung im Kochertal ist für den zukünftigen Energiebedarf zu klein geworden und kann daher als Zuleitung zum neuen Kraftwerk nicht mehr genutzt werden. Palm baut daher eine komplett neue Zuleitung für Erdgas auf eigene Kosten. Die Erstellung erfolgt in enger technischer Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Aalen.

Im Heuchelbachtal, das sich westlich des Zochentals befindet, entsteht direkt an der Hauptzuleitung nach Aalen eine neue Umspann- und Verteilstation. Von dort aus zweigt die neue Palm-Leitung ab und führt direkt bis zum Betriebsgelände der Papierfabrik in Neukochen.

Die Erdagasleitung entsteht weitgehend auf öffentliche Straßen und Wegen. Dadurch, dass die Leitungen neu verlegt werden müssen, können partiell Fußgänger behindert werden, wofür sich die Firma Palm jetzt schon entschuldigt. Die Erdgasleitung führt ausschließlich auf einem offenen Gelände. Die Wohngebiete im Zochental und in der Triumphstadt werden komplett umfahren.

Die Fertigstellung der Maßnahme ist vorgesehen für September 2019. Die Erdgasleitung ist ein Teil der 500-Millionen-Euro-Investition des Aalener Familienunternehmens Palm. Das Herzstück des Investitionsvorhabens bildet die neue Papiermaschine 5 (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren. Ein Teil der Investition fließt in ein neues Kraftwerk, das nach dem energieeffizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung arbeiten wird. Mit einer modernen Gasturbine wird künftig ein Energienutzungsgrad von 90 Prozent bewirkt. Damit werden Dampf und Strom produziert. Beides wird zum Betreiben der Papierfabrik benötigt.

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Pressemitteilung, Aalen 16.11.2018

Vorbereitungen zum Bau der neuen Papierfabrik verlaufen nach Plan. Baubeginn für Mai 2019 angestrebt. 

Die Vorbereitungen für den Bau der neuen Papierfabrik des Aalener Familienunternehmens Palm sind abgeschlossen. Das Projekt verläuft planmäßig. Palm hat am 30. Oktober 2018 den Genehmigungsantrag für das neue Werk beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht. Der Baubeginn wird nach erfolgter Genehmigung für Mai 2019 avisiert. Palm möchte mit seinem Investitionsvorhaben sein Stammwerk in Aalen-Neukochen neu auszurichten und es fit für die Zukunft machen. Das Herzstück der 500-Millionen-Euro-Investition ist eine neue Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren. Sie ist integriert in ein innovatives und nachhaltiges Werksneubau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt.

Die neue Papierfabrik wird in den Jahren 2019 bis 2022 entstehen. Umfangreiche Vorarbeiten im Betrieb sind nun abgeschlossen. Das erste Hauptprojekt war die Verlagerung der Stoffaufbereitung der Papiermaschine 2 (PM 2) vom Südteil des Betriebes zur Stoffaufbereitung der Papiermaschinen 4/5 (PM 4/5) in den Nordteil. Die Maßnahme wurde im Oktober durchgeführt. Als erste Baumaßnahme werden zwei Holzschuppen sowie umfangreiche Hallen und Betriebsgebäude im südlichen Bereich der Papierfabrik zu Beginn des Jahres 2019 abgebrochen.

Ein provisorischer Pkw-Parkplatz wird nördlich des Betriebes - oberhalb des ROWA-Betriebes - angelegt, um zusätzliche Parkmöglichkeiten während der Bauphase einzuräumen. Sobald die Baumaßnahmen beendet sind, wird der Parkplatz wieder zurückgebaut und zu einer Wiese angelegt.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit nimmt beim Neubau der Papierfabrik einen hohen Stellenwert ein: Im Rahmen eines integrierten Umweltprojektes werden im Winter 2018/2019 alle versetzbaren Bäume zum renaturierten Kocher umgesetzt. Diejenigen Bäume und Sträucher, die sich im Baufeld befinden und nicht versetzt werden können, werden gefällt und zu Biomasse verarbeitet. Umfangreiche Neubepflanzungen werden nach der Fertigstellung der neuen Gebäude und Anlagen in den Folgejahren vorgenommen. Zur Nachhaltigkeit zählt auch das Prinzip des unsichtbaren Wasserdampfes. Es basiert auf einem innovativen Schornstein, der von einem darauf spezialisierten Schornsteinhersteller in Schwäbisch Gmünd geliefert wird. Auch an dieser Planung hat sich nichts geändert.

Papiermaschine 5

Das Projekt der Papiermaschine 5 (PM 5) zählt zu den großen Investitionsvorhaben des Unternehmens. Die neue Papiermaschine zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren wird eine jährliche Kapazität von 750.000 Tonnen haben. Sie wird die bisherige Fertigungskapazität verdoppeln. Nach langen Abwägungen hat sich die Papierfabrik Palm entschieden, den Auftrag zur Lieferung der neuen Papiermaschine und der dazugehörigen Rollenschneidmaschine an die Firma Valmet in Finnland zu vergeben. Dr. Wolfgang Palm sagt: „Valmet hat uns das beste technologische Konzept angeboten. Mit unserer Entscheidung sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit der neuen Papierfabrik in einem harten europäischen Umfeld für die Zukunft“. Der zweite große Teil der Maschinenvergabe erfolgte an die Firma Voith in Heidenheim. Sie wird die gesamte Stoffaufbereitung liefern.

Dr. Wolfgang Palm sagt ferner: „Dadurch, dass wir uns auf die Lieferanten festgelegt haben, hat sich unser technisches Konzept insgesamt nicht verändert. Die Fertigungskapazität der neuen Papiermaschine und die Hallenabmessungen bleiben unverändert. Dem Genehmigungsantrag lagen die technologischen Konzepte beider Lieferanten zugrunde. Sowohl der Bebauungsplan, als auch unser Genehmigungsantrag sind vollständig kompatibel mit den ausgewählten Lieferanten“.

Zusammenarbeit

Palm ist sehr dankbar für die große Unterstützung durch den Ortschaftsrat Unterkochen und den Stadtrat der Stadt Aalen.

Die sehr aktive Begleitung durch den Oberbürgermeister und die Verwaltung ist herausragend. Palm kennt solche umfassenden Aktivitäten bisher nicht.

Besonders hervorzuheben sind die Stadtwerke unter ihrem derzeitigen Geschäftsführer Wolfgang Weiß. Eine hohe technische Kompetenz paart sich mit einer Beweglichkeit und schnellen Projektumsetzungen. Man kann von einem „Powerhouse“ im Hasennest sprechen.

Die hervorragende Zusammenarbeit und die aktive Bearbeitung helfen unserem Projekt sehr und wir sind außerordentlich dankbar für die enorme Unterstützung.

Die Papierfabrik Palm ist ein Familienunternehmen, das 1872 in Aalen gegründet wurde. Es befindet sich in der vierten Generation im Familienbesitz der Familie Dr. Wolfgang Palm. Palm fertigt jährlich rund 1,2 Million Tonnen Papiere für Verpackungszwecke (Wellpappenrohpapiere) sowie rund 1 Million Tonnen Zeitungsdruckpapiere. In 5 Papierfabriken und 26 Wellpappenwerken sind 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 190 Auszubildende, europaweit beschäftigt. Der Jahresumsatz der Palm-Gruppe betrug 2017 ca. 1,5 Milliarden €. Das Unternehmen zählt zu den Marktführern in seinen Märkten und wird auch in der Zukunft nachhaltig wachsen. Palm setzt traditionell ausschließlich Altpapiere für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren und Zeitungsdruckpapieren ein.

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Pressemitteilung, Aalen 14.9.2018

Planungen für ein neues Werk in Neukochen abgeschlossen

Das Aalener Familienunternehmen Palm hat seine Planungen fertiggestellt, sein Stammwerk in Aalen-Neukochen neu auszurichten und es fit für die Zukunft zu machen. Das Herzstück der 500-Millionen-Euro-Investition ist eine neue Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren. Sie ist eingebettet in ein innovatives und nachhaltiges Werksneubau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt.

Die neue Papierfabrik wird in den Jahren 2019 bis 2022 entstehen. Das Vorhaben wird zu einem vollständigen Rückbau des bestehenden Werkes führen. In mehreren Stufen werden die drei technologisch veralteten Papiermaschinen ersetzt. Durch die Investitionen wird nicht nur den rund 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive im Traditionswerk gegeben. Vielmehr verbessert sich auch die Umweltbilanz, trotz einer höheren Kapazität.

Dr. Wolfgang Palm, Geschäftsführer der Papierfabrik Palm sagt: „Unsere Investition in Höhe von 500 Millionen € gehört zu den größten jemals getätigten Investitionen im Ostalbkreis. Wir setzen die neuesten Technologien ein. Sämtliche Anforderungen in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Architektur und Verkehrsinfrastruktur werden, wo immer möglich, nicht nur eingehalten, sondern sogar übererfüllt. Dadurch setzen wir Maßstäbe und werden auch langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Wir werden unsere Kunden mit zukunftsfähigen Wellpappenrohpapieren zuverlässig versorgen. Unsere Papiere, die ausgezeichnete Laufeigenschaften für jede Wellpappenanlage besitzen, zählen weltweit zu den Besten ihrer Art. Sie reduzieren das Gewicht und sparen Verpackungen ein. Damit sind wir schon heute Trendsetter zukünftiger Entwicklungen.“

Verkehrs- und Geräuschsituation abgemildert

Ein höheres Verkehrsaufkommen, bedingt durch eine größere Fertigungsmenge, kann von der Aalener Straße auf die B 19 hin verlagert werden. Die Palm bedienenden Lkws tragen zum gesamten Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße in Unterkochen nach eigenen Berechnungen 0,4 Prozent bei. Ferner wird der Lkw-Verkehr innerhalb des Betriebsgeländes in den nördlichen Teil verlagert. Palm wird wieder einen Gleisanschluss bauen, damit Güter über die Schiene transportiert werden können. Die Papierfabrik wird entlang der B 19 einen „Riegel“ darstellen, der die Geräuschentwicklung zum gegenüberliegenden Hang abmildern wird. Die Fabrik selbst wird komplett in Stahlbeton gebaut. Mit Hilfe dieser Schallschutzfunktion wird sie leiser sein als die bestehende Alt-Anlage.

Investitionen in die Nachhaltigkeit

Im neuen Betrieb werden Klärschlämme in einem Bunker gelagert, der gekapselt ist. Der Beladevorgang der Lkws, die die Schlämme transportieren, wird in einer geschlossenen Halle und nicht mehr wie bisher im Freien stattfinden.

Palm setzt traditionell ausschließlich Recyclingfasern, die aus Altpapier stammen, zur Papierproduktion ein. Der Wasserverbrauch pro Tonne Papier wird durch die neue Anlage halbiert. Obwohl sich die Produktionsmenge verdoppelt, wird die gleiche Menge an Wasser wie bisher für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren benötigt. Die nach neuesten Technologien ausgelegte neue Kläranlage wird deutlich leiser sein und problemlos den doppelten Abbau ermöglichen. Das Abwasser wird also so sauber wie bisher in den Kocher geleitet, in einigen Parametern wird es sogar nochmals besser.

Ein neues Kraftwerk wird nach dem energieeffizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung funktionieren. Es wird aus einer hochmodernen Gasturbine bestehen, die einen Energienutzungsgrad von 90 Prozent bewirkt. Damit werden Dampf und Strom produziert. Beides wird zum Betreiben der Papierfabrik benötigt. Das Kraftwerk kann sogar die ganze Stadt Aalen mit Stromüberschüssen versorgen. Die Gasturbine ist aufgrund ihrer Flexibilität der ideale Partner für die erneuerbaren Energien. Sie kann Schwankungen der erneuerbaren Energien umweltfreundlich abfedern.

Beim Trocknen der Papierbahnen fällt naturgemäß Dampf an. Durch den Einsatz neuester Technologien wurde ein Konzept entwickelt, wie der unvermeidbare aber gesundheitlich unbedenkliche Wasserdampf unsichtbar wird.

Nachhaltige Architektur

Das Papiermaschinengebäude wird knapp 30 Meter hoch. Es „verschwindet“ allerdings optisch weitgehend am Hang. Daher ist das Gebäude von der Bundesstraße nur zur Hälfte sichtbar. Ein automatisches Fertigwarenlager, das geräuscharm mit Kränen betrieben wird, konnte möglichst weit weg von der Aalener Straße konzipiert werden. Es hat nunmehr einen Abstand zur Kocherböschung von nahezu 20 Metern. Vor der Halle wird ein Erdwall mit einer Höhe von sechs Metern errichtet. Auf ihn werden hohe Bäume gepflanzt, die zu einer nicht unerheblichen optischen Abdeckung führen.

Die Farbgebung der Halle wurde so gewählt, dass sie visuell fast in den Himmel „verschwindet“. Aufgrund von großflächigen Fenstern fügt sich der Teil der Halle, der am weitesten ins Tal hineinragt, harmonisch und transparent in die Landschaft ein. Das Dach wird vollständig begrünt, so dass sich auch eine angenehme Sicht von oben ergibt.

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Pressemitteilung, Aalen 19.7.2018

Papierfabrik Palm: Zukunftsinvestitionen
in Aalen-Neukochen

Das Aalener Familienunternehmen Palm investiert umfassend in den Standort Aalen-Neukochen und macht ihn fit für die Zukunft. Die Investition in eine neue Papierma-schine ist eingebettet in ein integriertes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt. Dabei stehen die Sicherung des Standorts für mehrere Generationen und die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

Von der Investition werden viele Bürger profitieren: Die Belegschaft, die Familien der Beschäftigten, die Auszubildenden aber auch regionale Lieferanten und deren Mitarbeiter. Ferner kommt die Investition der 1872 gegründeten Papierfabrik auch den Bewohnern Aalen-Unterkochens sowie der Kommune und der gesamten Region zugute.

Durch die Investitionen wird den rund 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive im Traditionswerk gegeben. Die Palm-Gruppe bietet insgesamt rund 4000 aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in fünf Papierfabriken sowie in 26 Wellpappenwerken weltweit attraktive und sichere Arbeitsplätze.

Das Investitionsvorhaben in Aalen-Neukochen hat eine Größenordnung von insgesamt 500 Millionen Euro. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass eine neue Papiermaschine für die Herstellung von Wellpappenrohpapier sowie Maschinen, Gebäude und Anlagen dem neuesten Stand der Technik und den hohen Umweltstandards entsprechen. Technologisch veraltete Maschinen und Anlagen werden sukzessive abgelöst.

Die Papierfabrik Palm produziert ausschließlich nachhaltig auf Recyclingbasis. Dr. Wolfgang Palm, Inhaber der Papierfabrik Palm sagt: „Durch diese Investition machen wir unser Traditi-onswerk in Aalen-Neukochen für mehrere Generationen zukunftssicher. Als Familienunterneh-men denken und handeln wir langfristig. Wir treten konsequent für ein ganzheitliches, nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wirtschaften ein. Unsere Investition wird aber auch wirt-schaftlich sowie energie- und rohstoffeffizient sein.“

Durch intelligente, architektonisch innovative Baukonzepte und Verkehrsinfrastrukturmaß-nahmen wird ein möglicher betriebsbedingter Lärm weiter reduziert. Ein höheres Verkehrsaufkommen wird im Rahmen eines intelligenten Verkehrskonzepts von der Aalener Straße auf die B 19 hin verlagert. Das hat zur Folge, dass die Palm bedienenden Lkws zum gesamten Verkehrsaufkommen nach eigenen Berechnungen hierzu 0,4 Prozent beitragen.

Weitere bauliche und technologische Neuerungen kommen bei der Großinvestition erstmalig zum Einsatz. Das neue Papiermaschinengebäude wird komplett aus Stahlbeton erstellt. Es wird damit leiser als die bisherigen Produktionshallen sein. Darüber hinaus fungiert es auch als „Lärmschutzriegel“ für die B 19, indem es den Straßenlärm, der in Unterkochen ankommt, spürbar vermindert. Palm hat mit dem Heidenheimer Unternehmen Voith ein innovatives Konzept entwickelt, wonach der bei der Papierproduktion anfallende Wasserdampf nicht mehr zu sehen ist, was einer Weltneuheit entspricht.

Die neue Papierfabrik wird bezüglich des Energieverbrauchs neue Maßstäbe setzen. Im neuen Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet, kommt eine Gasturbine mit einem Energienutzungsgrad von 90% zum Einsatz. Mit den Stromüberschüssen kann Aalen komplett versorgt werden.

Das Kraftwerk wird mit neuester Technologie ausgestattet, die es erlaubt, extrem flexibel auf die immer stärkeren Schwankungen im Strom-Netz zu reagieren. Dieses innovative Energiekonzept fungiert somit als idealer Puffer für Strom aus erneuerbaren Energien (Wind und Solar) und konventioneller Energieerzeugung. Die sichere Versorgung Aalens und der Papierfabrik Palm sind somit auch in der Zukunft gewährleistet.

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Pressekontakt bei Rückfragen

Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG
Neukochen 10
73432 Aalen
Telefon +49 7361 5770
E-Mail: w.palm(at)palm.de

 

Stefan Küchler
Kuechler Communications
Luise-Hartmann-Str. 6
73430 Aalen
Telefon +49 7361 9244781
E-Mail: stefan.kuechler(at)kuechler-communications.com

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