Palm investiert

Das Aalener Familienunternehmen Palm investiert umfassend in den Standort Neukochen und macht ihn fit für die Zukunft.

Die Investition in eine neue Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren ist eingebettet in ein umfassendes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt.

Wolfgang Palm Dr. Wolfgang Palm Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG
Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG

Palm Wappen

Liebe Bürgerinnen und Bürger Unterkochens,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
liebe Kunden und Geschäftspartner,
sehr geehrte Damen und Herren, 

herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Projekt Papiermaschine 5 (PM 5), einer neuen Papierfabrik in unserem Stammwerk Neukochen. Hier hat mein Urgroßvater Adolf Palm 1872 die Papierproduktion mit einer gebrauchten Papiermaschine in bescheidenen Verhältnissen begonnen. 

Inzwischen wurden 5 weitere Papiermaschinen errichtet, von denen heute noch 3 betrieben werden, um unsere Kunden zuverlässig zu versorgen.

Ich bin mitten im Betriebsgelände aufgewachsen und habe dabei ein besonders enges Verhältnis zur Produktion und zu den Beschäftigten entwickelt.

Die Papierfabrik in Neukochen ist die Keimzelle unseres Unternehmens. Sie ist bis heute auch der Sitz der zentralen Führung unseres inzwischen gewachsenen Unternehmens.

In den 146 Jahren des Betriebs der Papierfabrik in Neukochen hatten Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze und eine deutlich über den Tarifen liegende Bezahlung. Sie haben mit ihrem engagierten Einsatz ein leistungsfähiges und wettbewerb­sfähiges Werk geschaffen.

Der Betrieb sichert die Existenz der Familien unserer 300 Beschäftigten. Auch viele indirekte Arbeitsplätze unserer Partnerbetriebe in der direkten Umgebung erhalten durch das Werk eine laufende gesicherte Beschäftigung.

Inzwischen sind unsere 3 Papiermaschinen in ein Alter gekommen, wo ein Ersatz technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, um wieder im europäischen Markt wettbewerbs­fähig zu sein.

In mehreren Stufen ersetzen wir die alten Papiermaschinen durch eine einzige hoch­moderne Anlage. Sie wird die Produktionsmenge des Werkes verdoppeln und Wellpappenrohpapier für die Herstellung von Wellpappekartons (z. B. für den Internethandel) herstellen. Wir investieren in die Zukunft des Werkes 500 Millionen Euro.

Das in den Jahren 2019 – 2022 durchgeführte Projekt wird schlussendlich zu einem vollständigen Rückbau des bestehenden Werkes führen. Die neue Papiermaschine mit neuen Gebäuden, einer neuen Kläranlage sowie einem neuen Kraftwerk wird unserem motivierten Team wieder sichere und wettbewerbsfähige Arbeitsplätze für mindestens die nächsten 50 Jahre bieten.

Die vollständig neue Papierfabrik wird nach den neuesten technologischen Erkenntnissen errichtet. Alle Gesetze und Vorschriften werden nicht nur eingehalten, sondern in den meisten Fällen deutlich übererfüllt.

Unsere Kunden werden wir mit exzellenten Produkten im niedrigen Flächen­gewichts­bereich von der PM 5 sicher und zuverlässig versorgen. Das Papier wird ausgezeichnete Laufeigenschaften auf jeder Wellpappenanlage haben und eignet sich besonders zur weiteren Gewichtsreduzierung und damit zur Verpackungseinsparung.

Mit cleveren technischen Lösungen haben wir in mehrjähriger intensiver Arbeit ein Design erstellt, das den besonderen Bedürfnissen im engen Kochertal gerecht wird. Die Belastungen der neuen Papierfabrik werden trotz der Produktionserhöhung deutlich niedriger sein als die der bestehenden Altanlage. Wir haben zusammen mit den besten Fachleuten auf ihrem Gebiet ausgeklügelte Konzepte für ein integriertes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt entwickelt.

Unsere Investition sichert den Produktionsstandort Neukochen auf Dauer und hat eine wesentliche Ausstrahlung auf viele Gewerbeunternehmen im näheren Umkreis. Ich bin Ihnen dankbar für Ihre Unterstützung, unser Traditionswerk in Neukochen fit für die Zukunft zu machen.

Ich werde alles dafür tun, dass auch künftige Generationen von unserer Weiter­entwicklung und unserem nachhaltigen Wirtschaften profitieren.

Herzlichst,

Wolfgang Palm

 

 

 

Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG

 

 

Wie möchte Palm das Werk zukunfts- und wettbewerbsfähig gestalten?

Durch moderne, leistungsfähige Papiermaschinen gewinnt das Werk seine Wettbewerbsfähigkeit zurück. Die Investition in eine Papiermaschine ist eine langfristige Investition. Moderne, hochleis-tungsfähige Papiermaschinen verfügen über eine deutlich höhere Produktionskapazität. Sie passt sich den heutigen und kommenden Anforderungen unserer Kunden an. Das Investitionsvorhaben ist wirtschaftlicher. Es ist aber auch rohstoff- und energieeffizient.

12 gute Gründe

Die nachfolgenden 12 Fragen und Antworten geben im Wesentlichen Auskunft über das Investitionsvorhaben und erläutern es. 

 

 

Warum investiert Palm am Standort Neukochen 500 Millionen Euro?

Das Familienunternehmen Palm macht das Stammwerk in Aalen fit für die Zukunft. Drei veraltete Papiermaschinen werden sukzessive ersetzt durch eine neue Papiermaschine zur Herstellung von zukunftsträchtigem Wellpappenrohpapier.

Was umfasst die Investition?

Neben der Investition in eine neue Papiermaschine werden auch neue Hallen, Lager, eine neue biologische Kläranlage, Wege und Zufahrtsstraßen neu konzipiert. Die Investition ist eingebettet in ein integriertes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt, das den Standort zukunftsfähig macht.

Wie viele Arbeitsplätze werden dadurch über mehrere Generationen gesichert?

Durch die Investition wird den rund 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive gegeben. Palm steht aber auch bei 15 Auszu bildenden sowie Mitarbeitern, die sich weiterbilden lassen, im Wort.

Ferner werden Arbeitsplätze bei den Lieferantenunternehmen innerhalb und außerhalb der Region gesichert.

Wie möchte Palm das Werk zukunfts- und wettbewerbsfähig gestalten?

Durch moderne, leistungsfähige Maschinentechnik gewinnt das Werk seine Wettbewerbsfähigkeit zurück. Die Investition in eine neue Papiermaschine zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren ist eine langfristige Investition.

Moderne, hochleistungsfähige Papiermaschinen verfügen über eine deutlich höhere Produktionskapazität. Sie passt sich den heutigen und kommenden Anforderungen unserer Kunden an. Die Investition macht das Werk wettbewerbsfähig. Sie ist aber auch rohstoff- und energieeffizient.

Neben der Neuinvestition in die Papiermaschine 5 werden auch die Gebäude, die Lagerstätten, die Anlagen in der Peripherie, das Kraftwerk und die Kläranlage neu konzipiert.

Wie profitiert die Umwelt von diesem Vorhaben?

Als Familienunternehmen denkt und handelt Palm langfristig. Das Unternehmen produziert ausschließlich nachhaltig zu 100 Prozent auf Recyclingbasis. Palm tritt ganzheitlich für ein nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wachstum ein. Durch den Einsatz der neuesten Umwelttechnologie wird dem Bedürfnis nach einem umweltverträglichen Wirtschaften Rechnung getragen. Die Investition ermöglicht aber auch eine bessere Wasser- und Energieeffizienz. Sie bedeutet ferner eine Verbesserung der Geräusch- und der Geruchssituation.

Wie begegnet Palm einem möglicherweise höheren Verkehrsaufkommen während und nach der Bauphase?

Ein höheres Verkehrsaufkommen wird im Rahmen eines intelligenten Verkehrskonzepts von der Aalener Straße in Unterkochen auf die B 19 hin verlagert. Das hat zur Folge, dass die Palm bedienenden Lkws zum gesamten Verkehrsaufkommen nach eigenen Berechnungen hierzu unter ein Prozent beitragen.

Wie verbessert sich die Geräuschsituation?

Wesentliche bauliche und technologische Neuerungen kommen bei dieser Investition erstmalig zum Einsatz. Das neue Papiermaschinengebäude wird komplett aus Stahlbeton erstellt. Es wird damit leiser sein als die bisherigen Hallen. Darüber hinaus fungiert es auch als „Lärmschutzriegel“ für die B 19: Es vermindert den Straßenlärm, der in Unterkochen ankommt, spürbar.

Zur Trocknung der Papierbahnen benötigt man Wasserdampf. Wasserdampf ist nicht gesundheitsbeeinträchtigend. Er ist aber momentan in der Tallage optisch sichtbar. Gibt es in diesem Punkt auch innovative Lösungen?

Palm hat mit dem Heidenheimer Unternehmen Voith ein innovatives Konzept entwickelt, wonach der bei der Papierproduktion anfallende Wasserdampf nicht mehr zu sehen ist. Das ist eine Weltneuheit.

Wie setzt Palm neue Maßstäbe beim Energieverbrauch?

Im neuen Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung arbeitet, kommt eine innovative Gasturbine zum Einsatz. Sie ermöglicht einen Nutzungsgrad von 90 Prozent.

Was bedeutet das für die Energie- und für die Versorgungssicherheit?

Mit den Stromüberschüssen kann Aalen komplett versorgt werden.

Das neue Kraftwerk bei Palm wird mit vielen technologischen Neuerungen ausgestattet sein. Sie erlauben es, extrem flexibel auf die immer stärkeren Schwankungen im Stromnetz zu reagieren. Dieses innovative Energiekonzept fungiert somit als idealer Puffer für Strom aus erneuerbaren Energien (Wind und Sonne) und konventioneller Energieerzeugung. Die sichere Versorgung Aalens und Palms sind somit auch in der Zukunft gewährleistet.

Warum soll parallel zur laufenden Produktion das neue Werk entstehen?

Die Papierproduktion findet rund um die Uhr im 5-Schichtbetrieb statt. Das aktuelle Werk ist mit seiner Fertigung an Kundenzusagen gebunden. Es versorgt darüber hinaus noch eine beträchtliche Anzahl von Betrieben, die zur Palm-Gruppe gehören. Darauf kann ökonomisch und logistisch nicht verzichtet werden. Ferner steht Palm bei den vorhandenen rund 300 Beschäftigten am Standort Neukochen im Wort, dass die Arbeitsplätze gesichert werden.

Palm möchte nicht auf die Expertise und auf die Erfahrung seiner hoch qualifizierten Arbeitskräfte verzichten.

Wer profitiert insgesamt am meisten davon, dass das Werk fit für die Zukunft gemacht wird?

Von der 500-Millionen-Euro Investition profitieren alle: Das Familienunternehmen Palm. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk. Die Beschäftigten bei regionalen Partnerbetrieben. Die Auszubildenden und die Umschüler. Die Bewohner Unterkochens. Die Nachbarn. Die gesamte Region.

Was umfasst die Palm-Gruppe?

Die Papierfabrik Palm ist ein Familienunternehmen, das 1872 in Aalen gegründet wurde. Es befindet sich in der vierten Generation im Familienbesitz der Familie Dr. Wolfgang Palm. Palm fertigt jährlich rund 1 Million Tonnen Papiere für Verpackungszwecke (Wellpappenrohpapiere) und rund 1 Million Tonnen Zeitungsdruckpapiere. In fünf Papierfabriken und 26 Wellpappenwerken sind 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Darunter befinden sich aktuell 190 Auszubildende europaweit. Der Jahresumsatz betrug 2017 insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen zählt zu den Marktführern in seinen Märkten und wird auch in der Zukunft nachhaltig wachsen. Palm setzt traditionell ausschließlich Altpapier für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren und Zeitungsdruckpapieren ein.

Medien

Wir stellen Ihnen hier einen Auszug aus unseren Pressemitteilungen sowie der Medienresonanz zur Verfügung

Übersicht

Pressemitteilung, Aalen 14.9.2018

Planungen für ein neues Werk in Neukochen abgeschlossen

Das Aalener Familienunternehmen Palm hat seine Planungen fertiggestellt, sein Stammwerk in Aalen-Neukochen neu auszurichten und es fit für die Zukunft zu machen. Das Herzstück der 500-Millionen-Euro-Investition ist eine neue Papiermaschine (PM 5) zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren. Sie ist eingebettet in ein innovatives und nachhaltiges Werksneubau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt.

Die neue Papierfabrik wird in den Jahren 2019 bis 2022 entstehen. Das Vorhaben wird zu einem vollständigen Rückbau des bestehenden Werkes führen. In mehreren Stufen werden die drei technologisch veralteten Papiermaschinen ersetzt. Durch die Investitionen wird nicht nur den rund 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive im Traditionswerk gegeben. Vielmehr verbessert sich auch die Umweltbilanz, trotz einer höheren Kapazität.

Dr. Wolfgang Palm, Geschäftsführer der Papierfabrik Palm sagt: „Unsere Investition in Höhe von 500 Millionen € gehört zu den größten jemals getätigten Investitionen im Ostalbkreis. Wir setzen die neuesten Technologien ein. Sämtliche Anforderungen in Sachen Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Architektur und Verkehrsinfrastruktur werden, wo immer möglich, nicht nur eingehalten, sondern sogar übererfüllt. Dadurch setzen wir Maßstäbe und werden auch langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Wir werden unsere Kunden mit zukunftsfähigen Wellpappenrohpapieren zuverlässig versorgen. Unsere Papiere, die ausgezeichnete Laufeigenschaften für jede Wellpappenanlage besitzen, zählen weltweit zu den Besten ihrer Art. Sie reduzieren das Gewicht und sparen Verpackungen ein. Damit sind wir schon heute Trendsetter zukünftiger Entwicklungen.“

Verkehrs- und Geräuschsituation abgemildert

Ein höheres Verkehrsaufkommen, bedingt durch eine größere Fertigungsmenge, kann von der Aalener Straße auf die B 19 hin verlagert werden. Die Palm bedienenden Lkws tragen zum gesamten Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße in Unterkochen nach eigenen Berechnungen 0,4 Prozent bei. Ferner wird der Lkw-Verkehr innerhalb des Betriebsgeländes in den nördlichen Teil verlagert. Palm wird wieder einen Gleisanschluss bauen, damit Güter über die Schiene transportiert werden können. Die Papierfabrik wird entlang der B 19 einen „Riegel“ darstellen, der die Geräuschentwicklung zum gegenüberliegenden Hang abmildern wird. Die Fabrik selbst wird komplett in Stahlbeton gebaut. Mit Hilfe dieser Schallschutzfunktion wird sie leiser sein als die bestehende Alt-Anlage.

Investitionen in die Nachhaltigkeit

Im neuen Betrieb werden Klärschlämme in einem Bunker gelagert, der gekapselt ist. Der Beladevorgang der Lkws, die die Schlämme transportieren, wird in einer geschlossenen Halle und nicht mehr wie bisher im Freien stattfinden.

Palm setzt traditionell ausschließlich Recyclingfasern, die aus Altpapier stammen, zur Papierproduktion ein. Der Wasserverbrauch pro Tonne Papier wird durch die neue Anlage halbiert. Obwohl sich die Produktionsmenge verdoppelt, wird die gleiche Menge an Wasser wie bisher für die Herstellung von Wellpappenrohpapieren benötigt. Die nach neuesten Technologien ausgelegte neue Kläranlage wird deutlich leiser sein und problemlos den doppelten Abbau ermöglichen. Das Abwasser wird also so sauber wie bisher in den Kocher geleitet, in einigen Parametern wird es sogar nochmals besser.

Ein neues Kraftwerk wird nach dem energieeffizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Koppelung funktionieren. Es wird aus einer hochmodernen Gasturbine bestehen, die einen Energienutzungsgrad von 90 Prozent bewirkt. Damit werden Dampf und Strom produziert. Beides wird zum Betreiben der Papierfabrik benötigt. Das Kraftwerk kann sogar die ganze Stadt Aalen mit Stromüberschüssen versorgen. Die Gasturbine ist aufgrund ihrer Flexibilität der ideale Partner für die erneuerbaren Energien. Sie kann Schwankungen der erneuerbaren Energien umweltfreundlich abfedern.

Beim Trocknen der Papierbahnen fällt naturgemäß Dampf an. Durch den Einsatz neuester Technologien wurde ein Konzept entwickelt, wie der unvermeidbare aber gesundheitlich unbedenkliche Wasserdampf unsichtbar wird.

Nachhaltige Architektur

Das Papiermaschinengebäude wird knapp 30 Meter hoch. Es „verschwindet“ allerdings optisch weitgehend am Hang. Daher ist das Gebäude von der Bundesstraße nur zur Hälfte sichtbar. Ein automatisches Fertigwarenlager, das geräuscharm mit Kränen betrieben wird, konnte möglichst weit weg von der Aalener Straße konzipiert werden. Es hat nunmehr einen Abstand zur Kocherböschung von nahezu 20 Metern. Vor der Halle wird ein Erdwall mit einer Höhe von sechs Metern errichtet. Auf ihn werden hohe Bäume gepflanzt, die zu einer nicht unerheblichen optischen Abdeckung führen.

Die Farbgebung der Halle wurde so gewählt, dass sie visuell fast in den Himmel „verschwindet“. Aufgrund von großflächigen Fenstern fügt sich der Teil der Halle, der am weitesten ins Tal hineinragt, harmonisch und transparent in die Landschaft ein. Das Dach wird vollständig begrünt, so dass sich auch eine angenehme Sicht von oben ergibt.

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Pressemitteilung, Aalen 19.7.2018

Papierfabrik Palm: Zukunftsinvestitionen
in Aalen-Neukochen

Das Aalener Familienunternehmen Palm investiert umfassend in den Standort Aalen-Neukochen und macht ihn fit für die Zukunft. Die Investition in eine neue Papierma-schine ist eingebettet in ein integriertes Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturprojekt. Dabei stehen die Sicherung des Standorts für mehrere Generationen und die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

Von der Investition werden viele Bürger profitieren: Die Belegschaft, die Familien der Beschäftigten, die Auszubildenden aber auch regionale Lieferanten und deren Mitarbeiter. Ferner kommt die Investition der 1872 gegründeten Papierfabrik auch den Bewohnern Aalen-Unterkochens sowie der Kommune und der gesamten Region zugute.

Durch die Investitionen wird den rund 300 direkt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort eine berufliche Perspektive im Traditionswerk gegeben. Die Palm-Gruppe bietet insgesamt rund 4000 aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in fünf Papierfabriken sowie in 26 Wellpappenwerken weltweit attraktive und sichere Arbeitsplätze.

Das Investitionsvorhaben in Aalen-Neukochen hat eine Größenordnung von insgesamt 500 Millionen Euro. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass eine neue Papiermaschine für die Herstellung von Wellpappenrohpapier sowie Maschinen, Gebäude und Anlagen dem neuesten Stand der Technik und den hohen Umweltstandards entsprechen. Technologisch veraltete Maschinen und Anlagen werden sukzessive abgelöst.

Die Papierfabrik Palm produziert ausschließlich nachhaltig auf Recyclingbasis. Dr. Wolfgang Palm, Inhaber der Papierfabrik Palm sagt: „Durch diese Investition machen wir unser Traditi-onswerk in Aalen-Neukochen für mehrere Generationen zukunftssicher. Als Familienunterneh-men denken und handeln wir langfristig. Wir treten konsequent für ein ganzheitliches, nachhaltiges und ökologisch verträgliches Wirtschaften ein. Unsere Investition wird aber auch wirt-schaftlich sowie energie- und rohstoffeffizient sein.“

Durch intelligente, architektonisch innovative Baukonzepte und Verkehrsinfrastrukturmaß-nahmen wird ein möglicher betriebsbedingter Lärm weiter reduziert. Ein höheres Verkehrsaufkommen wird im Rahmen eines intelligenten Verkehrskonzepts von der Aalener Straße auf die B 19 hin verlagert. Das hat zur Folge, dass die Palm bedienenden Lkws zum gesamten Verkehrsaufkommen nach eigenen Berechnungen hierzu 0,4 Prozent beitragen.

Weitere bauliche und technologische Neuerungen kommen bei der Großinvestition erstmalig zum Einsatz. Das neue Papiermaschinengebäude wird komplett aus Stahlbeton erstellt. Es wird damit leiser als die bisherigen Produktionshallen sein. Darüber hinaus fungiert es auch als „Lärmschutzriegel“ für die B 19, indem es den Straßenlärm, der in Unterkochen ankommt, spürbar vermindert. Palm hat mit dem Heidenheimer Unternehmen Voith ein innovatives Konzept entwickelt, wonach der bei der Papierproduktion anfallende Wasserdampf nicht mehr zu sehen ist, was einer Weltneuheit entspricht.

Die neue Papierfabrik wird bezüglich des Energieverbrauchs neue Maßstäbe setzen. Im neuen Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet, kommt eine Gasturbine mit einem Energienutzungsgrad von 90% zum Einsatz. Mit den Stromüberschüssen kann Aalen komplett versorgt werden.

Das Kraftwerk wird mit neuester Technologie ausgestattet, die es erlaubt, extrem flexibel auf die immer stärkeren Schwankungen im Strom-Netz zu reagieren. Dieses innovative Energiekonzept fungiert somit als idealer Puffer für Strom aus erneuerbaren Energien (Wind und Solar) und konventioneller Energieerzeugung. Die sichere Versorgung Aalens und der Papierfabrik Palm sind somit auch in der Zukunft gewährleistet.

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Pressekontakt bei Rückfragen

Dr. Wolfgang Palm
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG
Neukochen 10
73432 Aalen
Telefon +49 7361 577 - 0
E-Mail: W.Palm@palm.de

 

Stefan Küchler
Kuechler Communications
Luise-Hartmann-Str. 6
73430 Aalen
Telefon +49 7361 9244781
E-Mail: stefan.Kuechler@kuechler-communications.com

Pressemeldung Überschrift

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Der Betriebsrat unterstützt die Investition

Wir als Betriebsrat der Papierfabrik Palm in Neukochen stehen geschlossen hinter dem Investitionsvorhaben, den Standort fit für die Zukunft zu machen. Die Investition sichert den Fortbestand des Werkes für die nächsten 50 Jahre. Sie gibt damit unseren 15 Auszubildenden und allen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Familien eine gesicherte Zukunft. Als Betriebsrat setzen wir uns vorbehaltlos dafür ein, dass gute Arbeit mit gutem Geld entlohnt wird. Das ist bei Palm seit vielen Generationen der Fall.

Wir sind uns bewusst, dass das Werk in Neukochen nur dann eine Zukunft hat, wenn die drei veralteten Papiermaschinen parallel durch eine neue, hochleistungsfähige Papiermaschine (PM 5) ersetzt werden. Die PM 5 wird die Produktionsmenge deutlich erhöhen. Sie wird Wellpappenrohpapier erzeugen, das für die Herstellung von Wellpappenkartons benötigt wird. Die Wellpappenkartons werden unter anderem als Verpackung im Internethandel eingesetzt und sind ein zukunftsfähiges Produkt. Das in Aalen durch unser eigenes Wissen und Können herzustellen, macht uns stolz.

Mit der Investition in eine neue Papiermaschine verknüpft sind auch Investitionen in die betriebliche Infrastruktur. Beispielhaft seien hier eine neue Kläranlage oder ein neues Kraftwerk genannt. Ferner wird eine moderne Verkehrsinfrastruktur geschaffen. Hohe Investitionen in die Umwelt runden das Vorhaben ab. Wir unterstützen nachhaltig alle diese Investitionen in unser Werk. Von einem wettbewerbsfähigen Industriestandort in Neukochen profitieren alle: Die Kolleginnen und Kollegen unseres Betriebes sowie ihre Familien. Die Beschäftigten bei den zahlreichen Lieferanten. Die Stadt. Die ganze Region. Und sogar unsere Nachbarn in Unterkochen.

 

Stimmen des Betriebsrats

Der Betriebsrat des Werks Aalen-Neukochen setzt sich für die Sicherung und den Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen am Standort Neukochen ein.